Die Herstellung des Kinetors mit Fertigteilen
Die labormäßige Herstellung erfolgt mit 8 vorgefertigten Präzisionseinzelteilen zuverlässig schnell und ohne jede technische Schwierigkeit.
Für einen Kinetor benötigt man:
· 4 Plastikteile zur Aufnahme der weichen Kunststoffröhrchen und der Vestibulärschlaufen
· 2 Verbindungsschlaufen (Vestibulärschlaufen), die OK- und UK-Platte zusammenhalten.
· 2 weiche Silikonröhrchen (Einfach Rohr zur Biss-Hebung)
· bzw. 2 Silikon-Dreifachröhrchen ( zur Biss-Senkung, Progenie oder offener Biss.)
Diese Teile sind im Dental-Handel nicht erhältlich, sondern können nur bei uns bestellt werden. E-Mail an:
derkinetor@aol.com
Die Leistungen, die abgerechnet werden können, finden Sie am Ende der Seite.
Für das einfache Grundgerät werden vom Techniker noch folgende Drahtelemente individuell am Patientenmodel gebogen:
● 2 Labialbögen, 0,7Ø ferderhart, (distal 3-3 in den Kunststoff)
● 4 Abstützungen, 0,7Ø (mesial aller 6er)
● 2 Protrusionsfedern, 0,7Ø zur pallatinalen Abstützung der OK-Front (12-11 und 21-22), jedoch nicht nötig bei Kompression mit lückiger Protrusion, Neutral – und Distalbiss.
Sollte sich bei der Planung ergeben, dass noch weitere Elemente benötigt werden, können diese selbstverständlich in den Kinetor integriert werden.
Anführen möchte ich hier noch:
● Dehnschrauben, je nach Bedarf, nur für einen Kiefer oder auch für Beide
● Distalschrauben, wenn Engstand im Seitenzahnbereich zu beheben ist. Hier muss ich auf eine Einschränkung aufmerksam machen: Distalschrauben sind nur in einer, der beiden Platten, möglich !
● Mesialfedern oder - zur Zahnbogen-Ausformung unterstützende - Protrusionsfedern im Unterkiefer.
Näheres dazu auf der Seite: „Modifikationen“
Die Herstellung im Einzelnen
Es wird immer mit der Unterkieferplatte angefangen!
Zuerst werden alle untersichgehenden Partien ausgeblockt, um Druckstellen zu vermeiden und um die Platte nach der Polymerisation leichter vom Model abzuheben. Anschließend werden die Abstützungen mesial vor die Sechser, sowie der Labialbogen mit Wachs fixiert. Zusatzelemente, wie Federn oder Schrauben können nun ebenfalls angebracht werden.
Es ist darauf zu achten, daß die Drahtretentionen möglichst nah an die Schleimhaut bzw. der Wachsschicht zu liegen kommen, damit das Fertigteil nicht zu weit lingual liegt.
Sind alle nötigen Elemente gut fixiert, kann das Model schon gewässert werden um Luftblasenbildung zu vermeiden.
In der Zwischenzeit kann man nun beginnen, die Drahtelemente für die Oberkieferplatte zu biegen. Auch sind in der Grundausführung nur die Abstützungen mesial gegen die Sechser, der Frontzahnbogen und –wenn es sich nicht um einen offenen Biß handelt- zwei einfache Protrusionsfedern als Gegenlager, vorgesehen.
Die Zeit müßte ausgereicht haben, das Unterkiefermodell im Wasser zu entlüften; es kann nun isoliert werden.
Das Autopolymerisat wird so dick angeteigt, daß ein Wegfließen verhindert wird. Ist dieser Stand erreicht und genügend Kunststoff aufgetragen, kann nun das Fertigteil, zusammen mit dem aufgesetztem Schlauch, mittels eines selbstgebogenen Hilfsdrahtes, von lingual her in den Kunststoff gedrückt werden. Achten Sie darauf, daß hierbei das Schlauchrohr nicht aus dem Fertigteil gepreßt wird.
Der oben angesprochene „Hilfsdraht“ dient dazu das Fertigteil in den Kunststoff zu ziehen. Mit ihm wird die korrekte Lage bestimmt. Der Draht verläuft immer zwischen den Vierern und Fünfern. Nach der Polymerisation wird dieser Draht wieder entfernt und nach der Fertigstellung der beiden Platten gegen die Vestibulärschlaufe ausgetauscht.
Nach der Polymerisation der Unterkieferplatte wird diese nun ausgearbeitet und zur Politur vorbereitet (man kann die Platte natürlich jetzt schon polieren, kann aber damit auch warten, bis die Oberkieferplatte im Drucktopf auspolymerisiert).
Während der Ausarbeitung kann parallel schon der Kunststoff für die Oberkieferplatte angeteigt, und das Model isoliert werden. Hat der Kunststoff die richtige Konsistenz, wird er auf das Model aufgetragen. An den Seitenzahnbereichen werden dickere Wülste modelliert, in die nun auch die Fertigteile, mittels des Hilfsdrahtes (diesmal ohne Schlauchrohr, das Kästchen kann mit Kunststoff aufgefüllt werden – es sei denn, im UK sind Distalschrauben geplant und das Röhrchen muß im OK plaziert werden) gezogen und „einmodelliert“ werden.
Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die oberen Flächen parallel zu den Flächen der Fertigteile im UK liegen. Zur Kontrolle hält man das Unterkiefermodell in Neutralbiss-Stellung gegen das Obere und schaut von der distalen Standfläche der Modelle in die „Mundhöhle“ (von dorsal). Solange der Kunststoff noch plastisch ist, kann eine entsprechende Korrektur vorgenommen werden.
Nun kann die Oberkieferplatte in den Drucktopf, und die Unterkieferplatte kann fertig gestellt werden. Nach Politur und Reinigung werden nun die u-förmigen Verankerungen der Vestibulärschlaufen in die mesialen Kästchen, zwischen 4er und 5er, gesteckt und das Schlauchröhrchen in die größere Aussparung eingepaßt.
Die Oberkieferplatte wird nach der Polymerisation, wie eine „normale“ Platte, ausgearbeitet und poliert. Die fertige Platte wird nun auf die beiden kleinen U-Schlaufen gesetzt und mit dem Wachsmesser (oder einem anderen flachen Instrument) mit ihnen fest verbunden.
Der Kinetor ist fertig und kann dem Patienten eingesetzt werden.
Abgerechnet werden die folgenden Positionen:
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2 x Model
1 x Fixator
2 x Basis Einzelkiefergerät
2 x Aufbiss
2 x Labialbogen
2 x Feder, offen (im OK)
2 x Verbindungselement/inter
4 x Einarmiges H-/A-Element
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Wenn benötigt:
? x Schrauben
? x Trennen einer Basis
? x sonstige Federn
Materialkosten:
Anzahl der Schrauben
1 x Kinetor-Fertigteil-Set.
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